Affiliate Marketing

Wie funktioniert es und wer hat darin welche Rolle?

Was ist Affiliate Marketing?

 

Affiliate Marketing stellt ein Puzzleteil im Gesamtbild des Online Marketings dar.

Es handelt sich um eine Partnerschaft zwischen einer Person oder einem Unternehmen (Merchant/Advertiser), die im Netz etwas verkaufen möchten und einem Website-Betreiber (Affiliate/Publisher), der seine Seite als Platz für deren Werbung zur Verfügung stellt.

Wer hat beim Affiliate Marketing welche Rolle?

Die verschiedenen Rollen der Beteiligten, können durchaus verwirren. Deshalb möchte ich diese Frage so einfach wie möglich beantworten:
Die Website des Affiliates (Website-Betreiber) ist für den Merchant (Händler), der seinen Link hier platziert deshalb wertvoll, weil er ihre Reichweite im Internet nutzen kann, um sein Produkt oder seine Dienstleistung zu verkaufen. Daher gibt er einen Teil seines Umsatzes an ihn, in Form eines Pauschal-Preises oder eines prozentualen Anteils ab.

Der sog. Affiliate Link des Merchants, muss allerdings keine direkte Verkaufsabsicht haben und kann auch nur zum Anwerben neuer Mitglieder dienen, die sich z.B. für einen Newsletter oder Ähnliches einschreiben sollen (Leads). Genau das wird im Vorhinein festgelegt und nur wenn der Link zum vorher definierten Erfolg führt, erhält der Affiliate seine Provision für die Bereitstellung der Werbefläche.

Tritt dieser Fall ein, bekommt natürlich auch der Merchant was ihm zusteht, da der Besucher über den Link auf seinen Shop (oder seine Website / Landingpage…) kam und der gewollten  Aktion nachging.
Manchmal ist auch noch eine Agentur involviert, die durch den Merchant beauftragt wird, damit die Vorgänge zwischen ihm und seinen Partnern ohne Probleme ablaufen. Sie hilft bei der Verwaltung und kümmert sich um die richtige Strategie, damit die Partnerschaften stetig optimiert werden können.

Wie wird der Erfolg im Affiliate Marketing definiert?

 

Dafür habe ich die 3 geläufigsten und sinnvollsten Provisionsmodelle gegenübergestellt:

a) Ein Nutzer kauft
… nachdem er auf den Link geklickt hat und auf den Shop des Merchants weitergeleitet wurde: Cost-per-Sale (CPS) oder Pay-per-Sale (PPS)

Als Provision erhält der Webseitenbetreiber (Affiliate) entweder einen:

absoluten Anteil: z.B. 7 Euro pro Kauf oder
einen relativen Anteil: z.B. 7 % des Einkaufswertes

 

b) Ein Nutzer lässt seine Daten da

… nachdem er auf den jeweiligen Link geklickt hat und auf die Seite des Merchants weitergeleitet wurde: Cost-per-Lead (CPL) oder Pay-per-Lead (PPL)

Die Provision wird also nur dann an den Affiliate gezahlt, wenn es zur Kontaktaufnahme zwischen dem Unternehmen (Merchant) und dem potenziellen Kunden (Lead) kommt.

Das bietet sich speziell für sog. “erklärungsbedürftige Investitionsgüter” an, die man nicht ohne weiteres online kaufen kann, weil hier vorher Gesprächstermine und eine fest umrissene Beauftragung die Voraussetzung sind (sinnvoll für Agenturen und Unternehmensberatungen).

 

c) Ein Nutzer nimmt ein monatliches, kostenpflichtiges Abo in Anspruch.

…  Auch hier wird er über den Link auf die Seite oder den Shop des Merchants geführt. Allerdings erhält dabei der Affiliate nur so lange seine Provision, wie der Nutzer Umsätze beim Merchant erwirtschaftet: Lifetime-Commission.

 

Der Vorteil dabei?

Der Merchant muss keine Provision für neue Kunden zahlen, die nach kurzer Zeit wieder kündigen und der Affiliate nur einmal vermitteln, wobei er die Möglichkeit hat anhaltend Einnahmen zu erzielen.

Fazit

Beide Parteien handeln im gegenseitigen Interesse. Nur wenn die zuvor festgelegte Aktion auch eintritt, erhalten Merchant und Affiliate ihren Anteil. Damit wird auch der Begriff “affiliate” noch etwas klarer. Er bedeutet so viel wie “verbundenes Unternehmen” oder “Partner”. Ein Affiliate-System stellt daher eine Business-Partnerschaft dar.

Wie erkennt der Merchant, über welchen Affiliate Link und damit von welcher Seite ein Nutzer zu ihm geführt wurde?

 

Die Links haben beim Affiliate Marketing eine individuelle Kennzeichnung: Sie sind also codiert. So kann der Merchant (also der Werbende, welcher etwas verkaufen oder Leads möchte) nachvollziehen, von welchem Affiliate (der Webseitenbetreiber, auf dessen Seite der Link eingebaut ist), der Kunde auf seine Website geführt wurde: Immer dann, wenn ein Nutzer auf das entsprechende Werbemittel klickt, wird jene Handlung durch Cookies nachverfolgt.

 

Wie finden Merchant und Affiliate zusammen?

Meistens läuft dies über schon bestehende Affiliate Marketing Netzwerke. Folgende sind die größten 4 Affiliate Netzwerke Deutschlands:

  • Affilinet
  • Awin
  • Belboon
  • Tradedoubler
  • Amazon (speziell für Verbraucherprodukte)

Sie sind die Plattformen, über welche die Affiliate-Partnerschaften realisiert und alle Vorgänge abgewickelt werden können (z.B. die Vergütung). Der Merchant hat hier einen Überblick über seine Affiliate-Partnerschaften, deren Verwaltung ihm im Netzwerk erleichtert wird. Bestimmte Aktionen und Werbemittel kann er hier für die Affiliates deponieren. Die Affiliates melden sich im Netzwerk an, können auf die bereitgestellten Infos zugreifen und sich für das Partner-Programm des Merchants bewerben.

Ich möchte nochmal kurz auf das Amazon Partnerprogramm eingehen, da es etwas heraussticht: Hier kann sich jeder anmelden und selbst Links für Amazon Produkte generieren. Kauft jemand über diesen Link, erhält man eine kleine Provision. Voraussetzung dafür ist natürlich ein Blog, der schon etwas Traffic generiert und auf die entsprechenden Produkte zugeschnitten ist.

Affiliate Marketing Beispiele

  • Blogs

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Der Fashion Blog “Primer” stellt den Affiliate dar. Er verlinkt (Affiliate Link: rot gekennzeichnet) Waren, die Amazon (Merchant) bei sich zum Verkauf anbietet und führt den Nutzer, nachdem er drauf geklickt hat, direkt zu ihm. Der Vorteil für Amazon?: Seine Produkte werden hier hochwertig beschrieben und einer großen Leserschaft präsentiert, wodurch der größte Online-Händler mehr davon vertreiben kann.

 

 

  • Vergleichsportale

affiliate marketing beispiel 2

Das Prinzip ähnelt sich immer: Über das Hotel-Vergleichsportal Trivago (Affiliate) kommt man über den Affiliate Link (rot markiert) auf die Website Expedia.de (Merchant), auf der man schließlich die Buchung tätigt. Trivago erhält für das Bereitstellen des Angebots von Expedia.de eine Provision.

 

 

  • Themenportale

affiliate marketing beispiel 3

Auch Themenportale wie chip.de (Affiliate) erhalten eine Provision dafür, dass sie Affiliate Links auf ihrer Seite platzieren und damit Nutzer dazu bringen den jeweiligen Shop zu besuchen. In diesem Fall (siehe Screenshot) stellt das Portal die Vorteile und Nachteile des neuen Mac Book Pros gegenüber und baut natürlich direkt die Affiliate Links mit ein, die zu 3 verschiedenen Händlern (Merchants) führen, welche das Mac Book auf ihrer Seite vertreiben.

Affiliate Marketing – Fazit

Um seinen Marketing Mix zu ergänzen lohnt sich Affiliate Marketing auf jeden Fall. Die größte Schwierigkeit besteht sicher darin die richtigen Affiliates zu finden. Dieser sollte eine Website betreiben, die die gleiche Zielgruppe anspricht, wie das Unternehmen (also der Merchant). So vermeidet man Streuverluste und kann mittels der Affiliate Links sehr zielführende Werbung betreiben, da man eine schon interessierte Nutzerschaft anspricht. Betrachtet man die Provisionsmodelle, bietet sich für den Merchant meiner Meinung nach mit der Pay-per-Sale-Vergütung der größte Nutzen.

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Matthias Schneider
Senior Account Executive

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