Social Media Monitoring

So behalten sie den überblick auf ihren social media kanälen

 Lesezeit: 5 min

Monitoring konzentriert sich auf einzelne Erwähnungen wie Likes, Shares, Posts und Retweets, welche über verschiedene Social Media Plattformen gesetzt werden. In unserem letzten Artikel haben wir darüber berichte, was genau Social Media Monitoring ist.

Erfahren Sie in diesem Teil, warum SMM für Ihr Unternehmen so wichtig ist, welche Tools sich dafür besonders eignen und wie Sie das eigene Monitoring starten.

10 gute Gründe, warum sich Monitoring für jedes Unternehmen lohnt

Zielgruppe aufspüren:

Wenn man die eigene Zielgruppe nicht kennt, kann man auch keine Social- Media- Strategie finden. Dank der Monitoring- Tools kann man herausfinden, in welchem Kontext und auf welchem Kanal über das Unternehmen oder die Produkte gesprochen wurde. Durch das Filtern verschiedener Keywords erfährt man, welche Themen die potenziellen Kunden interessieren. Diese Zielgruppeninfos können genutzt werden um eine klare Social- Media- Strategie zu fahren.

Bestandsaufnahme:

Als Grundlage für jede Social Media Strategie sollte eine Ist- Analyse durchgeführt werden. Herausfinden sollte man, auf welcher Plattform sich die Zielgruppe am meisten aufhält und über welche Themen diskutiert wird. Dis sogenannten Social Media Audits können auch an externe Agenturen abgegebenen werden.

Konkurrenz beobachten:

Ebenso wichtig ist die Meinung der User über die Konkurrenz. Ist die Konkurrenz- Marke gerade voll im Trend oder total out? SMM ermöglicht es, einen Einblick zu bekommen, wie die Marke, das Unternehmen oder verschiedene Produkte gerade da stehen. Darüber hinaus bekommt man auch Infos über die Preisgestaltung.

Konflikte frühzeitig aufspüren:

SMM kann auch als Frühwarnsystem genutzt werden, um so einen Shitstorm durch negative Kommentare usw. am Unternehmen zu bekommen. Die Negativen- Kommentare werden schnell gesammelt, so dass frühzeitig reagiert werden kann um so den Imageschaden zu mindern.

Echtzeit-Support:

Das Community- Management steht durch die Kraft von Social Media vor großen Herausforderungen. Der Kunde kann schnell über die Social Media Plattformen Kritik, Kommentare oder Supportanfragen loswerden. Auch außerhalb der Kanäle werden Kundenanfragen geteilt. Mit Hilfe von SMM- Tools können auch diese aufgedeckt werden und beantwortet werden. Die Kundenzufriedenheit wird dadurch steigen und das Image wachsen.

Keine Trends verpassen:

Wenn man die Zielgruppe kennt, sollte man auch deren Wünsche und Bedürfnisse aufspüren. Haben Sie die Nase vorn, denn so kann Ihr Produkt- und Innovationsmanagement verbessert werden. Nutzer lassen gern im Internet ihre negativen Erfahrungen ab. Oft nennen Sie auch konkrete Verbesserungsvorschläge. Setzen Sie dort an und wandeln Sie diese in Taten um.

Komplimente sammeln:

Über positives Feedback freut sich jeder. Speichern Sie mit Hilfe von SMM lobende Erfahrungen und gute Kritik. Die Besucher lesen gern positive Referenzen und neigen dann auch eher zum Kauf. Nehmen Sie das “soziale Lesezeichen” in Ihrer Website mit auf und aktualisieren Sie es regelmäßig.

Influencer aufspüren:

Die Stärke der Influencer ist unumstritten und kann auch für Ihr Unternehmen oder Produkt positiven Einfluss haben. Dank SMM können relevante Multiplikatoren identifiziert werden, welche schon mit der Marke Kontakt hatten, inhaltliche Berührungspunkte hatten und können so zum  Markenbotschafter werden. Kontaktieren Sie diese, eventuell ergibt sich eine Kooperation.

Erfolgsmessung:

Eine Auswertung der Maßnahmen sollte nach jeder Kampagne erfolgen. Wurden bestimmte Zielgrößen im Vorfeld definiert, können diese durch SMM ausgewertet werden.

Employer Branding:

Mal ehrlich, die Zeiten, in denen man nur offline nach Jobangeboten sucht, sind längst vorbei. Unternehmen sollten daher über das eigene Erscheinungsbild im Netz Bescheid wissen. Welche Suchergebnisse werden angezeigt, wenn man das eigene Unternehmen googelt? Andersherum können die Unternehmen Informationen über die Bewerber einholen.

Social Media Monitoring Tools im Vergleich

Bevor Sie sich für ein Tool entscheiden, sollten Sie sich folgende Kriterien vor Augen führen:

  1. Automatisierung: Muss alles händisch erfolgen oder hilft mir künstliche Intelligenz?
  2. Servicelevel: Kann ich alles selbst erledigen oder brauche ich externe Hilfe?
  3. Preis: Wird das Tool intensiv genutzt und welchen Wert kann ich daraus generieren?
  4. Abdeckung: Wie groß ist die Quellenbasis, die der Auswertung zugrunde liegt?

Brandwatch:

  • Marktführer
  • Zielgruppen sehr genau analysieren und Influencer identifizieren
  • sehr gute Abdeckung verschiedener Foren, Nachrichten- Seiten und Blogs
  • mit Brandwatch Viza können Daten anschaulich visualisiert werden
  • greift auf über 80 Millionen Quellen zurück
  • 7 Tage lang kostenlos testbar
  • kostet ca. 600 € monatlich

 

Talkwalker:

  • ähnliche Funktionen wie Brandwatch
  • nutzt künstliche Intelligenz in Echtzeit
  • guter Support
  • identifiziert neu diskutierte Themen
  • kostenlose Freeversion
  • Basisversion kostet rund 500 €

Hootsuite:

  • dient in erster Linie der Terminierung und Verteilung von Inhalten in sozialen Netzen
  • liefert Reichweiten- Statistiken
  • über individuelle Streams können zB Twitter- und Facebook- Mentions verfolgt werden, welche Community Manager über das Programm beantworten können
  • als kostenlose Version oder als kostenpflichtige Version für 19 € verfügbar

Audiense:

  • Segmentierung des Publikums
  • beschränkt sich auf Monitoring im Twitter- Kosmos
  • tiefgehende Analysen, Konkurrenzvergleiche, Echtzeit- Monitoring
  • Follower in fein filterbar
  • kostenlos erhältlich

Andere Social Media Monitoringen Tools sind “Mention”, “Google Alerts”, “Echobot” und “Redarly”.

In 6 Schritten mit Monitoring starten

Social Media hat sich im Marketing- Mix längst etabliert. Dennoch haben die wenigstens Unternehmen bereits Erfahrungen mit SMM. Kaum vorstellbar, denn das Zuhören sollte in den Sozialen Netzwerken an erster Stelle stehen. Zwar werden Daten erhoben, jedoch fehlt vielen eine Strategie zur Weiterverarbeitung dieser.

  1. Was wollen Sie mit SMM erreichen? Definieren Sie SMARTE- Ziele und achten Sie darauf, dass messbare Kennzahlen enthalten sind. Vergessen Sie auch die Definition der KPIs nicht.
  2. Beobachten Sie die eigene Marke und die Mitbewerber. Als Grundlage dienen hier Brand und Product Keywords.
  3. Entscheiden Sie, welche Kanäle und Plattformen die passenden sind. Sollen die eigenen Social Media Profile oder die Website einbezogen werden?
  4. Wählen Sie das passende Tool aus, welches Ihren Ansprüchen am ehesten gerecht wird.
  5. Zudem muss vorab die Verantwortlichkeit geklärt werden. Sobald die Geschäftsführung einverstanden ist, können die Aufgaben an weitere Abteilungen abgegeben werden.
  6. Guter letzt sollte das Reporting bedacht werden. Dabei werden mittels  Daten die Entwicklungen zusammengefasst, um so gezielte Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

-> Wichtig zu beobachten ist auch der Zeitraum der Marken- und Produkterwähnungen. Welche Personen oder Unternehmen reden über die eigene Marke oder Produkte? Kunden. Influencer oder sogar die eigenen Mitarbeiter? Woher kommen die Nutzer (geografisch oder auch von welchen Kanälen)? Zu welchen Themen taucht deine Marke auf?

Zudem sollten Sie nicht nur Textinhalte nutzen, sondern auch Visual Content. Durch Social Media wird visueller Content immer entscheidender. Daher ist die Bildanalyse mittlerweile fast genauso wichtig wie die Textanalyse. Man erhält Einblicke in das persönliche Leben von Kunden, erfährt was zur Nutzung der Produkte und Marken und ist für die Logoerkennung wichtig.

Finden Sie die passenden KPIs !

KPI steht für Key Performance Indicator und meint die betriebswirtschaftlichen Leistungskennzahlen, mit welchen sich der Fortschritt der gesetzten Ziele messen lässt. Für das SMM sind  folgende Kennzahlen von großer Bedeutung:

  • Share of Voice: misst, wo die eigene Marke im Vergleich zu den Wettbewerbern erwähnt wird, direkter Vergleich von verschiedenen der Performance
  • Reichweite: gibt Anzahl der potentiellen Leser an
  • Share of Buzz: misst Anzahl der relevanten Beiträge zu einem Suchbegriff innerhalb einer gewissen Zeitperiode
  • Imagewert: zeigt Weiterempfehlungsbereitschaft der Nutzer, je positiver dieser, desto größer ist die Bereitschaft das Produkt weiterzuempfehlen
  • Engagement: meint alle Likes, Kommentare und Shares zu einem Thema, je höher desto relevanter ist der Content
  • Nutzerzahl: beschreibt alle aktiven Nutzer, die eine Mindestmenge an Interaktion aufweisen und so Reichweite bringen

Zuhören ist der erste und wichtigste Schritt, um die richtige Social Media Strategie zu finden. Unbegreiflich, warum SMM bisher noch so sehr im Hintergrund stand. Je größer das Unternehmen ist, desto wichtiger ist der Einsatz von SMM. Die zahlreichen Tools finden eine Vielfalt von Möglichkeiten der Datenerhebung- und aufbereitung. Falls Sie von der Kraft von SMM noch nicht überzeugt sind, können Sie sich auch erstmal an den Freeversionen der Tools probieren. Jedoch sind wir überzeugt, wenn Sie sich einmal mit SMM angefreundet haben, nicht mehr davon los kommen.

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Matthias Schneider
Senior Account Executive

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